Doppler / Horst

Nr.1 Österreichs

Clemens Doppler und Alexander Horst kämpfen mit gebündelten Kräften um das Olympiaticket für London 2012. Das neu formierte Team will darüber hinaus auf der World Tour und bei den Europameisterschaften an vergangene Erfolge anschließen und plant bis Rio 2016!

Nach der nicht zufriedenstellenden Vorsaison mit den Ex-Partnern Matthias Mellitzer bzw. Daniel Müllner und dem Erfolg in der Continental Cup Zwischenrunde auf Teneriffa im September 2011 war für Clemens Doppler und Alexander Horst schnell klar, die weit aufgestoßene Tür zum wohl schönsten Venue der Olympischen Spiele in London gemeinsam durchschreiten zu wollen.

Während für Alexander Horst, 29, alles beim Alten bleibt, wechselt Clemens Doppler, 31, auf seine bessere linke Angriffsseite und zusätzlich von der Verteidigungs- in die Blockposition.

Clemens Doppler: „Alex ist definitiv der bessere Abwehrspieler als ich und bei meinen 2 m Körperlänge werde ich sicher den einen oder anderen Blockpunkt beisteuern können!“

Alexander Horst: „Wir werden unser Spiel vor allem über ein solides Side-Out und Druck am Service aufziehen!“

Das Ziel ist klar formuliert: London 2012

Der Weg zur Horse Guards Parade im Zentrum von London führt nur über das Continental Cup Finalturnier von 22.-24. Juni in Alanya (Tur). Eine Qualifikation über das World Ranking ist auf Grund zu wenig gemeinsamer Turnierantritte nicht mehr möglich.

Continental Cup - Der Weg:

In dem neu formierten Nationenbewerb bekommen die Sieger der kontinentalen Finalturniere (5) Fixplätze für London 2012, während die jeweiligen Zweit- und Drittplatzieren von 26. Juni bis 1. Juli auf Sardinien um die letzten 2 Tickets kämpfen.

Kräfte gebündelt

Um mit zwei starken Mannschaften beim europäischen Finalturnier in Alanya antreten zu können wurden mit der Hilfe des Österreichischen Volleyball Verbandes alle Kräfte gebündelt und eine übergreifende Kooperation mit Alexander Huber und Robin Seidl fixiert.

Als Trainer wurde Harald Dobeiner nominiert, der in den vergangenen Jahren auch für die Erfolge von Gosch/Horst bzw. Horst/Müllner mitverantwortlich war.

Clemens Doppler: „Die Umstellung vom Volleyball Philosophen Marco Solustri zu Harry Dobeiner war absolut nicht leicht aber der richtige Schritt. Harry ist direkt und mit Hilfe seiner Tipps habe ich bei den ersten Spielen schon einige Blockpunkte gemacht.“

Alexander Horst: „Mit den Ex-Profis Nik Berger und Robert Nowotny haben wir auch außerhalb des Courts die geballte Ladung an Beach Volleyball Wissen in unserem Team. Eigentlich dürfte nichts schief laufen!“

Darüber hinaus wollen Clemens und Alex auf der Swatch FIVB World Tour schnell zurück in den Hauptbewerb und dadurch dem ÖVV und dem ÖOC die Entscheidung über die Entsendung zu den Olympischen Spielen erleichtern.

Gut in Schuss

Die Vorbereitung auf die Saison ist sehr positiv verlaufen. Nach einer langen Periode in der Indoor Beach Halle im Sportcenter Maxx21, wurden ab Februar drei Trainingslehrgänge auf Teneriffa und Fuerteventura absolviert. Neben den ständigen Sparringpartnern Fijalek/Prudel (Pol, Nr. 4 der Weltrangliste), wurden viele Einheiten mit den Schweizer Paarungen Heyer/Chevallier und Laciga/Weingart abgehalten. Auf Fuerteventura haben Doppler|Horst 10 Tage gemeinsam mit Klemperer/Koreng (Ger, Nr. 15) trainiert.

Aus Kosten- und Trainingsgründen hat sich das Team auch heuer gegen einen Aufenthalt in Rio oder Los Angeles entschieden.

Alexander Horst: „In Rio sind auf Grund der kommenden Fußball WM die Kosten dramatisch gestiegen und auch die internationalen Teams kommen fast nur noch kurz vor dem Turnier an die Copacapana! Auf den Kanarischen Inseln haben wir perfekte Trainingsbedingungen und ab Februar ständig ausreichend Partner aus der Schweiz, Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien und natürlich aus Spanien.“

Harald Dobeiner: „Ich bin mit der Vorbereitung sehr zufrieden auch wenn natürlich noch Luft nach oben besteht. Die Testspielergebnisse zeigen, dass wir auch gegen Main Draw Teams gewinnen. Nach meinem Geschmack haben wir sogar ein bisschen zu oft gewonnen. Das ist zwar gut für die Moral im Team, aber ich muss dafür sorgen, dass kein Schlendrian aufkommt!“

Langfristige Kooperation

Die Zusammenarbeit der aktuell besten Beach Volleyballer Österreichs soll über diese Saison hinausgehen und weitere 4 Jahre, bis zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro, andauern.

Clemens Doppler: „ Ich fühle mich fit, es macht mir Spaß, mit dann 36 gehöre ich zwar zum alten Eisen, aber die Routine in unserem Sport ist ein ausschlaggebender Faktor. Mit Rio – der Heimstätte des Beach Volleyballs – würde sich ein schöner Kreis schließen! Ich hoffe die FIVB und das IOC ändern nicht noch einmal die Qualifikationskriterien, es ist schon jetzt schwer genug!“

Neben der Qualifikation für die Olympischen Spiele, verbunden mit einem erfolgreichen Gruppen-aufstieg, stehen in der Saison noch 4 weitere Highlights für Doppler|Horst am Programm.

Clemens Doppler: „Heuer jagt auf der World Tour ein Grand Slam den anderen. Jedes Turnier ist extrem wichtig, aber Klagenfurt ist und bleibt einfach das Größte. Mit der Gruppenauslosung für London bekommt Klagenfurt einen noch größeren Stellenwert. Ich hoffe wir sind dabei!“

Alexander Horst: „Ich freue mich auch auf das Turnier in Baden, da werden all unsere Freunde mitfiebern und auch meine Tochter Alessa das erste Mal dabei sein. Außerdem rechne ich mir bei der EM im windigen Den Haag richtig gute Chancen aus. Das Turnier könnte uns echt liegen und außerdem sollten wir mit 2 Goldenen und 2 Silbernen bei Europameisterschaften auch mit einem gewissen Anspruch an uns selbst anreisen!“